Exkursion 2007 der Gasgemeinschaft Halls (Saale)
Es ist uns gelungen trotz strengster Sicherheitsvorschriften und extra für die Gas-Fachleute der EGH-Halle
eine Besichtigung des Regelzentrums der VNG (Verbundnetz Gas AG) zu ermöglichen.
(Fotos: Fincke)
Bereits zur bei der Ankunft waren alle vom verglasten Gebäude ("gemietet") beeindruckt.
Doch noch faszinierender waren die Daten und Fakten, die der Informationsmanager, Dr. Ralf Borschinsky, und über den 10.-weltgrößten Erdgasimporteur mitteilte.
Nach der Wende entstand die heutige Aktiengesellschaft aus einem ehem. VEB-Betrieb mit anfänglich nur 32 Mitarbeitern.
Das Erdgas wird geliefert aus Sibirien, Norwegen und der deutschen Nordsee.
Das Gas muss eine maximale Entfernung von 5000 km transportiert werden.
Auf einem großen Bildschirm im Entree werden die aktuellen Liefermengen angezeigt.
Quizfrage: Wie lange braucht das Gas bei dieser Strecke vom Lieferanten bis zur VNG?
Bei etwa 1000 km/Tag ist das Erdgas etwa nach 5 Tagen bei uns.
Durch die Wünsche von Verbrauchern, Politikern, oder "Europa" (oder wer weiß, wer sich das ausgedacht hat) musste die VNG eine eigenständige Tochtergesellschaft gründen, die ONTRAS als Netzbetreiber.
("Unbundling" - die Herstellung der Unabhängigkeit zwischen verschiedenen Geschäftsfeldern eines Unternehmens aufgrund entsprechender gesetzlicher und/oder regulierungsbehördlicher Vorgaben)
Die ONTRAS (nur 18 Mitarbeiter) ist einer von ca. 700 Netzbetreibern in Deutschland.
Sie ist verantwortlich für etwa 7043 km Gasleitungen und 2,3 Mrd. m³ Erdgasspeicher in Ostdeutschland.
Im VNG-Gebiet werden 20 Regionalversorger, ca. 150 Stadtwerke, und 20 große Kraftwerke beliefert.
Nach einer interessanten Konferenz mit vielen Zahlen und Fakten gab es zum Glück auch eine leckere Stärkung und Zeit zum Informationsaustausch. Anschließend ging es im Bus zur nächsten Etappe.

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